Es ist Montag früh, das Telefon klingelt zum dritten Mal an diesem Vormittag. Eine Wiener Restaurantgruppe meldet sich: In wenigen Wochen eröffnet ein neuer Standort, das Team ist im Aufbau, die Küche steht, die Gäste kennen weder das Lokal noch das Konzept. Was jetzt zählt, sind die ersten Wochen. Wer in dieser Phase nur ein paar schöne Fotos postet, verliert Aufmerksamkeit an Wettbewerber, die längst mit Film auf allen Kanälen präsent sind. Die Erfahrung aus unserer Arbeit in Wien zeigt: Die Eröffnung ist der teuerste Moment, an dem je kommuniziert wird, und trotzdem wird sie oft am stärksten unterschätzt.
Ein Launchfilm für einen neuen Standort ist deshalb mehr als ein Imagefilm. Er ist das Material, aus dem in den ersten vier bis sechs Wochen alles entsteht: Reels für Instagram, Anzeigen auf Meta und Google, Sequenzen für die Bildschirme im Lokal, Teaser für Newsletter, Ausschnitte für die Lokalpresse. Wer das früh denkt, muss später nicht mehr produzieren, sondern nur noch ausspielen. Genau diesen Ansatz haben wir gemeinsam mit unserem Kunden Pescobar Vienna umgesetzt, als die Marke aus Bukarest und Sofia nach Wien kam.
Warum die Eröffnung ein eigenes Format verdient
Eine Standorteröffnung in Wien hat ein schmales Zeitfenster. Die Aufmerksamkeit der lokalen Szene, der Gastro-Medien und der ersten Gäste ist in den ersten Wochen überproportional hoch. Wer hier präsent ist, baut sich einen Vorsprung auf, der mit dem normalen Wochenrhythmus später schwer aufzuholen ist. Aus unserer Sicht gehört die Eröffnung deshalb nicht in den normalen Content-Flow, sondern bekommt eine eigene Welle: einen Launchfilm, der die Geschichte des neuen Ortes erzählt, und eine Reihe vorgeschnittener Formate, die in den Wochen danach ausgespielt werden.
Die Versuchung ist groß, alles auf einen großen Kinospot zu konzentrieren. In der Praxis zeigt sich aber, dass Wien auf den kleinen Bildschirmen entschieden wird. Ein 90-Sekünder im Kino ist schön, ein 15-Sekünder im Reel-Feed zwischen Mittagessen und Feierabend bringt die Menschen ins Lokal. Deshalb planen wir den Launchfilm von Anfang an so, dass aus dem gleichen Material Dutzende von Versionen entstehen: vertikal, quadratisch, im Querformat, mit und ohne Texttafel, in mehreren Sprachen.
Ein klassischer Fehler ist es, die Eröffnung als PR-Aktion zu denken und den laufenden Betrieb danach wieder mit wöchentlichen Einzelproduktionen zu füttern. Besser ist ein System: Der Launchfilm liefert das visuelle Fundament, der Wochenrhythmus übernimmt danach. So entsteht aus einer einzigen Produktion ein ganzer Lebenszyklus an Content.
Drei Welten, ein Dreh: Reels, Ads und In-Venue Screens
Wer in Wien ein neues Lokal eröffnet, spricht gleichzeitig drei sehr unterschiedliche Zielgruppen an. Die Ersten sind die Entdecker: Menschen, die in den Reels und Stories der Stadt unterwegs sind und auf Neues reagieren. Die Zweiten sind diejenigen, die über Meta Ads und Google auf das Lokal stoßen, oft mit einer konkreten Absicht wie „Restaurant neueröffnung Wien" oder „Seafood Wien". Die Dritten sind die Gäste, die bereits vor Ort sind und über die Bildschirme an der Wand oder am Eingang in Stimmung gebracht werden.
Für jede dieser Welten braucht es ein eigenes Tempo, ein eigenes Format und eine eigene Bildsprache. Genau hier zahlt sich ein Launchfilm für einen neuen Standort aus, wenn er von Anfang an richtig geplant wird. Wir liefern für Pescobar Vienna zum Beispiel nicht nur einen Hauptfilm, sondern vorgeschnittene Formate, die direkt auf Instagram, in den Paid Ads und auf den In-Venue Screens laufen können, ohne dass vor Ort noch geschnitten werden muss.
Diese Entkoppelung von Produktion und Distribution ist entscheidend. Wer in der Eröffnungswoche noch im Schnittprogramm sitzt, verliert die Welle. Wer hingegen mit fertigen Paketen startet, kann direkt am ersten Tag veröffentlichen, schalten und einspielen.
- Reels-Formate: 9:16, zwischen 6 und 20 Sekunden, mit Hook in den ersten zwei Sekunden, abgestimmt auf den Feed-Rhythmus der Stadt.
- Paid Ads: 1:1 und 4:5 Varianten, mit und ohne Texttafel, getrennt nach Zielgruppe und Plattform, vorbereitet für Meta Ads Manager.
- In-Venue Screens: ruhigere 16:9 Sequenzen, ohne harte Schnitte, oft in Schleifen, die Atmosphäre aufbauen statt zu unterbrechen.
- Story-Flyer: kurze animierte Standbilder für Instagram Stories, die auf Veranstaltungen und Menü-Updates hinweisen.
Wie wir das bei Pescobar Vienna konkret umgesetzt haben
Pescobar ist eine Fischrestaurant-Marke mit Häusern in Bukarest und Sofia, die nach Wien expandiert. Für die Eröffnung in Wien haben wir gemeinsam mit dem Team einen cinematischen Launchfilm produziert, der die Atmosphäre des Konzepts einfängt: Meeresküche, urbanes Setting, Wiener Gastlichkeit. Die Produktion fand vor Ort statt, mit klarer Tagesplanung, sodass aus dem Drehtag nicht ein Film entstand, sondern eine ganze Bibliothek.
Schon am Set haben wir Sequenzen so aufgenommen, dass sie später in mehreren Längen funktionieren. Wir denken in vertikalen Frames, in Werbepausenlängen und in ruhigen Loops. Das Ergebnis: ein Held:innen-Film für die Webseite, mehrere Reels für die Eröffnungswoche, Ads im passenden Format für Meta und zusätzliche Sequenzen, die im Lokal auf Bildschirmen laufen können. Alles konsistent in der Bildsprache der bestehenden Pescobar-Identität.
Dabei haben wir konsequent unsere eigene Regel befolgt: Ein Dreh, viele Formate. Wer einmal versteht, dass aus einem Produktionstag Dutzende von Assets entstehen können, sieht Launchfilme mit anderen Augen. Das Pescobar-Team konnte in der Eröffnungswoche täglich posten und gleichzeitig die bezahlte Reichweite hochfahren, ohne dass neue Drehs notwendig waren.
Diese Vorgehensweise ist kein Pescobar-Spezifikum. Sie ist die Grundlogik hinter jeder Standorteröffnung, die wir in Wien, in Österreich und im DACH-Raum betreuen. Sie funktioniert für Restaurants genauso wie für Studios, Showrooms oder Flagship-Stores.
Was eine Launchfilm-Produktion in Wien konkret kostet, an Zeit und Aufwand
Viele Kund:innen fragen uns, wie groß der Aufwand für einen Launchfilm in Wien tatsächlich ist. Die ehrliche Antwort: kleiner, als die meisten annehmen, wenn man richtig plant. Wir kommen in der Regel mit einem Drehtag aus, manchmal mit zwei, wenn zusätzlich Interior- oder Interior-Detail-Aufnahmen gebraucht werden. Die Vorproduktion ist der entscheidende Hebel, hier entsteht der Plan, aus dem später die Formate fallen.
Wir empfehlen unseren Kund:innen, die Launch-Welle als Block zu denken, nicht als spontane Aktion. In der Praxis heißt das: ein Briefing-Workshop, eine Drehplanung mit eingeplanten B-Roll-Slots, ein Schnitt, der von Anfang an alle Längen mitdenkt, und ein Roll-out-Plan für die ersten vier bis sechs Wochen. Was danach kommt, ist wieder der normale Rhythmus aus Reels, Stories und In-Venue Inhalten.
Die häufigste Fehleinschätzung ist, dass jede Plattform neu gedreht werden muss. Stimmt nicht. Was sich unterscheidet, ist der Schnitt, nicht der Dreh. Wer das verinnerlicht, spart nicht nur Budget, sondern auch Nerven in der ohnehin stressigen Eröffnungsphase.
Worauf Sie bei der Agenturauswahl achten sollten
Nicht jede Agentur in Wien ist auf Launchfilme für neue Standorte eingestellt. Viele Produktionen liefern einen schönen Hauptfilm und überlassen den Rest dem Kunden. Wer wirklich für die ersten Wochen gerüstet sein will, sollte bei der Auswahl einige Punkte prüfen.
Achten Sie darauf, dass die Agentur das Material in mehreren Längen und Seitenverhältnissen liefert, nicht nur in einer Masterdatei. Fragen Sie explizit nach vorgeschnittenen Formaten für Reels, Ads und In-Venue Screens. Und klären Sie vorab, wer die Rechte an den Rohschnitten hat. Viele Teams möchten später selbst kleine Anpassungen vornehmen, etwa saisonale Varianten oder aktuelle Menüs.
Werfen Sie auch einen Blick auf die bisherigen Arbeiten. Hat die Agentur bereits Standorte in Wien, Österreich oder der DACH-Region begleitet? Kennt sie die lokalen Gepflogenheiten in der Gastro- und Lifestyle-Szene? Eine schöne Demo-Reel reicht nicht, entscheidend ist, ob das Team den operativen Rhythmus einer Eröffnung mitdenkt.
- Mehrere Längen: mindestens 60 Sekunden, 30 Sekunden, 15 Sekunden und 6 Sekunden Hook-Variante.
- Mehrere Formate: 9:16, 1:1 und 16:9, sauber beschnitten, nicht hochskaliert.
- Mehrere Sprachen: optional, aber bei internationalen Marken wie Pescobar ein klarer Vorteil.
- Lokale Erfahrung: Referenzen aus Wien oder der DACH-Region, nicht nur internationale Showcases.
Fazit: Die ersten Wochen entscheiden, nicht die ersten Bilder
Ein neuer Standort in Wien wird nicht durch das Eröffnungsfoto berühmt, sondern durch das, was in den ersten Wochen konsistent auf Reels, in Ads und im Lokal selbst zu sehen ist. Ein gut geplanter Launchfilm ist deshalb kein Bonus, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Eröffnungsphase nicht in Hektik und Improvisation endet. Wer einmal erlebt hat, wie viel Ruhe ein fertiger Formate-Schatz in den ersten Tagen bringt, möchte diesen Schritt nicht mehr missen.
Wenn Sie überlegen, wie Sie Ihren nächsten Standort in Wien oder im DACH-Raum sichtbar machen, sprechen Sie mit uns. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, welche Formate zu Ihrem Konzept passen und wie wir aus einem Drehtag die Grundlage für die ersten Wochen bauen können. Vereinbaren Sie hier einen Termin für ein unverbindliches Kennenlernen.
