Sie sitzen am Dienstagvormittag in Ihrem Büro in Wien, die dritte Bewerbungsrunde in zwei Wochen läuft, und im Stapel auf dem Tisch liegen Absagen, die Sie schon kennen, bevor Sie sie öffnen. Profil gut, Anschreiben mäßig, alles copy paste. Daneben steht Ihr Team in der Produktion, an der Werkbank, im Lager, lacht, diskutiert, repariert, liefert. Genau diese Menschen, diese Hände, dieser Ton, das ist das, was neue Mitarbeiterinnen suchen. Nur sieht es auf Ihrer Karriereseite niemand.
Ein Employer Branding Video ist heute in der DACH-Region selten ein Bonus, sondern oft der erste wirkliche Eindruck, den ein möglicher neuer Mitarbeiter von Ihrem Unternehmen bekommt. Wer zeigt, wie die Arbeit wirklich aussieht, wer im Team schon aufrichtig erzählt statt Hochglanz zu liefern, gewinnt am Ende die Profile, die zur eigenen Kultur passen. Wir haben bei Lumetri Media in den letzten Jahren für unterschiedlichste Branchen solche Filme gebaut, von der Wiener Pilates-Linie bis zum Industrieunternehmen. Was dabei funktioniert und was nicht, halten wir in diesem Leitfaden für Sie fest.
Warum klassische Stellenanzeigen in Wien nicht mehr reichen
Wer in Wien und Umgebung Stellen ausschreibt, kämpft heute gegen zwei Effekte. Erstens: Die Zahl der offenen Positionen ist in produzierenden Branchen, im Handwerk und in technischen Berufen weiter hoch, während die Zahl der Bewerbungen pro Ausschreibung spürbar zurückgegangen ist. Zweitens: Junge Fachkräfte und erfahrene Quereinsteigerinnen prüfen ein Unternehmen vor dem Klick auf "Bewerben" in wenigen Sekunden auf Linkedin, Instagram und YouTube. Wer dort nichts findet, verschwindet aus dem Pool.
Eine gut platzierte Stellenanzeige auf der eigenen Karriereseite bringt in dieser Lage wenig, wenn der erste optische Eindruck fehlt. Broschüren, PDFs, Hochglanzfotos vom Chef mit Binder, das wirkt heute eher abschreckend als vertrauensbildend. Was bleibt, ist die Frage: Wie sieht der Arbeitsplatz wirklich aus, wie reden die Menschen miteinander, und kann ich mir vorstellen, morgen selbst dort zu stehen.
Genau hier setzt Employer Branding mit Film an. Ein kurzer, ehrlicher Film antwortet in neunzig Sekunden auf fünf Fragen, die keine Anzeige je beantworten kann. Wer zeigt, gewinnt. Wer nur beschreibt, verliert im entscheidenden Moment.
Was ein gutes Recruiting Video zeigen muss, und was nicht
Der häufigste Fehler, den wir bei Briefings sehen: Das Video wird zur Imagewerbung für das Unternehmen, also zur Mitarbeiterwerbung für eine Wunschwelt, die mit dem Alltag wenig zu tun hat. Glänzende Empfangstresen, leere Büros, ein Geschäftsführer im Anzug vor der Wiener Skyline. Das sieht gut aus, hilft aber niemandem, der am Montag tatsächlich an der Maschine stehen soll.
Ein brauchbares Employer Branding Video zeigt das, was neue Kolleginnen am ersten Tag erwartet. Die echten Räume, das echte Werkzeug, die echten Gesichter. Es darf ruhig Krach, Werkstatthandschuhe und ein Lager mit Paletten zeigen, wenn das der Alltag ist. Genau diese Reibung ist der Punkt, an dem Sichtbarkeit zu Glaubwürdigkeit wird.
Was ein solches Video leisten sollte, lässt sich in fünf Punkten zusammenfassen:
- Es zeigt die konkrete Arbeit, also Werkstatt, Studio, Küche, Labor oder Baustelle, und nicht die Marketingfolie.
- Es gibt den Menschen im Team ein Gesicht und eine Stimme, statt einer anonymen "Wir suchen Sie"-Floskel.
- Es macht den Standort sichtbar, Wien, Wiener Bezirk, Umland, und beantwortet die Frage, ob man da überhaupt hinwill.
- Es benennt ehrlich, was das Unternehmen bietet, von Arbeitszeiten über Weiterbildung bis hin zu dem, was es nicht bietet.
- Es endet mit einem klaren nächsten Schritt, einem Link, einer Ansprechperson, einer Telefonnummer, einem QR-Code im finalen Frame.
So planen wir einen Employer Branding Film bei Lumetri Media
Wenn wir bei Lumetri Media mit einem Unternehmen aus Wien oder der DACH-Region ein Recruiting Video angehen, beginnen wir nie mit Kamera und Stativ. Wir beginnen mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Welche Stellen sind seit Monaten offen, wer hat das Team in den letzten zwölf Monaten verlassen und warum, wer bleibt seit Jahren und warum. Diese Antworten bestimmen, was der Film überhaupt zeigen muss.
Danach erst entsteht das Konzept. Wir entscheiden, ob der Film aus der Perspektive eines langjährigen Mitarbeitenden erzählt wird, ob eine Führungskraft spricht oder ob der Tag selbst im Vordergrund steht, von der ersten Schicht bis zur letzten Kaffeepause. Parallel planen wir mit, welche Formate aus dem Drehtag entstehen sollen, denn ein moderner Recruiting Film ist heute fast nie ein einzelner Clip auf der Karriereseite.
Unser Standard sieht in solchen Projekten so aus:
- Ein Hero Film von neunzig bis hundertzwanzig Sekunden für die Karriereseite und Linkedin.
- Drei bis fünf vertikale Cutdowns für Instagram Reels und YouTube Shorts, jeweils mit eigenem Einstieg.
- Eine Reihe von Standbildern für die Stellenanzeige, das Intranet und Linkedin Beiträge.
- Optional ein kurzer "Stellenfilm" pro offener Position, der die Rolle konkret macht.
- Eine Version mit und ohne Untertitel, plus englischer Schnitt für den internationalen Pool.
Ein Beispiel aus der Praxis: Industrie, Drohne und Recruiting
Ein gutes Beispiel für diesen Ansatz ist die Arbeit für die Dietmar Kaiser AG, ein Industrieunternehmen, das uns für eine Kombination aus Drohnenfilm, Markenfilm und Recruiting beauftragt hat. Wer in der Industrie in Wien oder Niederösterreich Mitarbeitende sucht, hat ein doppeltes Problem: Die Arbeit ist komplex, der Standort oft am Stadtrand, und das Unternehmen ist in der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt.
Wir haben dort mit Luftaufnahmen, Werkstatt-Szenen und Interviews einen Film gebaut, der das Unternehmen als das zeigt, was es ist: ein präziser, technisch anspruchsvoller Betrieb mit echten Projekten. Aus demselben Drehtag ist eine wiederverwendbare Asset-Bibliothek entstanden, die das Team heute für die eigene Karriereseite, für Linkedin und für Messen nutzt. Genau dieses Prinzip, ein Drehtag, viele Formate, ist der Grund, warum solche Filme in der DACH-Region überhaupt erst wirtschaftlich sinnvoll werden.
Wenn Sie als Wiener Unternehmen mit ähnlichen Themen starten, lohnt sich übrigens ein Blick auf unser Portfolio und auf die aktuellen Projekte. Dort sehen Sie, wie ähnliche Branchen den Einstieg in Bewegtbild gefunden haben.
Recruiting Film, Markenfilm und Employer Branding: was ist der Unterschied
In Briefings verschwimmen diese drei Begriffe regelmäßig. Das ist verständlich, weil sie überlappen, aber sie haben unterschiedliche Aufgaben und sollten unterschiedlich produziert werden.
Der klassische Markenfilm richtet sich an Kunden, erklärt das Unternehmen und sein Produkt, und ist im Ton oft poliert. Das Recruiting Video richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber, zeigt Prozesse, Werkzeuge und Menschen, und darf bewusst rauer sein. Ein reines Employer Branding Video geht noch einen Schritt weiter und erzählt die Kultur des Unternehmens, oft ohne konkrete Stelle, mit dem Ziel, einen langfristigen Talent Pool aufzubauen.
In der Praxis brauchen die meisten Wiener Mittelständler nicht alle drei einzeln. Ein gut gebauter Hero Film, ergänzt um drei bis fünf ehrliche Cutdowns, kann diese Rollen gleichzeitig erfüllen. Wichtig ist nur, dass die Schnitte für den jeweiligen Kanal funktionieren:
- Auf Linkedin funktioniert ein Erzähler aus dem Team, der den Alltag beschreibt, mit Untertiteln.
- Auf Instagram Reels überzeugt ein vertikaler Schnitt mit klarer Hook in den ersten zwei Sekunden.
- Auf YouTube darf das Format länger sein, vor allem wenn die Rolle technisch erklärt werden muss.
- Auf der eigenen Karriereseite braucht es eine ruhige, lange Version, die Vertrauen aufbaut.
Wie Sie als Wiener Unternehmen ein gutes Briefing aufsetzen
Der erste Schritt zu einem Recruiting Video, das wirklich funktioniert, ist nicht die Agentur, sondern ein klares Briefing im eigenen Haus. Bevor Sie externe Hilfe suchen, beantworten Sie intern vier Fragen. Welche Stellen sind seit Monaten offen, welche Zielgruppe erreichen wir auf keinem Kanal, welche Werte sollen Bewerberinnen im Film wiedererkennen, und wer aus dem Team steht tatsächlich vor die Kamera.
Aus diesen Antworten entsteht ein Briefing, mit dem jede Agentur arbeiten kann. Wenn Sie zusätzlich ein paar interne Aufnahmen aus dem Alltag sammeln, Smartphonematerial reicht für den ersten Pitch, dann sehen wir schnell, ob die Chemie stimmt und ob die Herangehensweise zu Ihrem Unternehmen passt.
Unser Team bei Lumetri Media arbeitet in der Regel in dieser Reihenfolge: Discovery, Konzept, Pre Production inklusive Casting der Stimmen aus dem eigenen Haus, Drehtag, Schnitt in mehreren Iterationen, dann Auslieferung pro Kanal. Wer in Wien, Niederösterreich oder dem Burgenland sitzt, profitiert dabei davon, dass wir Vor-Ort-Termine kurzfristig kombinieren können.
Was kostet ein Employer Branding Video in Wien
Eine seriöse Antwort auf die Kostenfrage hängt von drei Faktoren ab. Erstens, wie viele Formate aus dem Drehtag entstehen sollen, ein einzelner Hero Film ist deutlich günstiger als eine ganze Bibliothek. Zweitens, wie viele Standorte und Teams im Film vorkommen. Drittens, ob Mitarbeitende selbst sprechen oder eine externe Stimme die Erzählung übernimmt.
Wir bei Lumetri Media kalkulieren solche Projekte in der Regel als Paket, weil nur so Planbarkeit entsteht. Wer ein erstes Gefühl für den Aufwand bekommen will, dem empfehlen wir einen kurzen Blick auf unsere Workshops oder auf unsere KI-Lösungen. Dort zeigen wir, wie wir Recruiting Inhalte in einen laufenden Content Rhythmus einbetten, sodass aus einem Film über Monate hinweg Content für Linkedin, Instagram Reels und Karriereseite wird.
Häufige Fehler, die wir in Wiener Projekten immer wieder sehen
Drei Fehler tauchen in Briefings aus Wien und Umgebung regelmäßig auf und kosten am Ende mehr Zeit als sie sparen. Erstens: Der Geschäftsführer will selbst im Film die Hauptrolle spielen, obwohl die Stellen im Team gesucht werden. Das funktioniert fast nie, weil Vertrauen von Kolleginnen und Kollegen ausgeht, nicht von der Chefetage. Zweitens: Es wird zu viel erklärt, zu wenig gezeigt. Wer eine ganze Firmengeschichte in neunzig Sekunden presst, verliert jede Aufmerksamkeit.
Drittens: Der Film wird einmal gedreht, dann nie wieder aktualisiert. Ein Employer Branding Video ist im Idealfall Teil eines Systems, nicht ein One Off. Genau hier setzt unser Prinzip der entkoppelten Produktion an, das wir auch im Blog ausführlich beschrieben haben: Wenn das Gesicht einer Marke wenig Zeit hat, nehmen wir Voice Over und B-Roll getrennt auf, sodass das System weiterläuft, ohne den Kalender einer einzigen Person.
Warum Employer Branding Video mehr ist als nur Recruiting
Ein gut gemachtes Recruiting Video wirkt nach innen und außen gleichzeitig. Mitarbeitende, die ihren eigenen Arbeitsplatz so im Netz sehen, erzählen Freunden davon. Kundinnen und Kunden, die das Video auf Linkedin sehen, fassen mehr Vertrauen in ein Unternehmen, das offensichtlich stabile Teams hat. Lieferanten prüfen vor Aufträgen, ob ein Betrieb Substanz hat. All das ist Marketing, das nichts extra kostet, aber nur dann entsteht, wenn das Video ehrlich ist.
Wer in Wien und Umgebung ein Unternehmen führt, weiß: Gute Leute entscheiden sich am Ende für den Ort, an dem sie sich gesehen fühlen. Zeigen Sie diesen Ort. Nicht die polierte Version davon, sondern die echte, mit Krach, mit Werkstatt, mit den Menschen, die Sie ohnehin schon überzeugt haben. Wenn Sie sehen wollen, wie so ein Projekt konkret aussehen kann, finden Sie auf unserer Portfolio-Seite eine Reihe von Beispielen aus den letzten Jahren.
Ihr nächster Schritt in Wien
Wenn Sie als Wiener Unternehmerin oder als Marketing-Team im DACH-Raum überlegen, ob ein Employer Branding Video für Sie sinnvoll ist, reicht für den Anfang ein einziges internes Gespräch. Schauen Sie sich Ihre offenen Stellen an, Ihre Bewerbungen der letzten drei Monate und Ihr Linkedin Profil. Dann beantworten Sie eine Frage: Würde eine gute Fachkraft, die heute anderswo arbeitet, nach neunzig Sekunden bei Ihnen verstehen, warum sie wechseln sollte.
Wenn die Antwort nein ist, lohnt sich ein kurzer Blick auf unsere Arbeit. Wir bei Lumetri Media bieten eine kostenlose Discovery Call an, in dem wir mit Ihnen gemeinsam durchsehen, welche Inhalte Sie schon haben, was fehlt und welcher erste Schritt wirklich Mehrwert bringt. Buchen Sie dafür gerne ein unverbindliches Erstgespräch unter lumetri-media.com/#contact. Wir nehmen uns Zeit, Ihre Situation zu verstehen, bevor wir über Formate sprechen.
